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KDZ - Systemleistung - 2005 - Lehrlingsausbildung Kärnten

Zentrum für Verwaltungsforschung
Managementberatungs- und WeiterbildungsgmbH

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Systemleistung - 2005 - Lehrlingsausbildung Kärnten

Interkommunales Netzwerk für Lehrlingsausbildung-IKAV Kärnten

Jahr des Projektstarts: 2005

Bundesland: Kärnten

Kurzbeschreibung:

Die seit Jahren schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, aber auch die vielfach sehr kleinteiligen organisatorischen Strukturen erschweren es vielen Gemeinden in Kärnten einen aktiven Beitrag zur Lehrlingsausbildung von jungen Menschen zu leisten. Hinzu kommt, dass vielfach insbesondere kleine Gemeinden mit der Aufgabe eine umfassende qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten überfordert sind, weil etwa im handwerklichen Bereich die im Berufsbild für den jeweiligen Lehrberuf vorgesehenen Fertigkeiten und Kenntnisse nicht in vollem Umfang zu vermitteln sind, oder weil etwa spezielle Maschinen zur Ausbildung fehlen oder gewisse Tätigkeiten nicht durchgeführt werden (weil diese etwa ausgelagert wurden: z.B. Lohnverrechnung an den Steuerberater). Hinzu kommt ferner, dass Gemeinden oftmals das Berufsbild zwar selbst vermitteln können, aber einem Lehrling darüber hinaus gehende besondere Fertigkeiten und Kenntnisse wie z.B. Fremdsprachen nicht vermittelt werden können.

Vor diesem Hintergrund ist das Konzept der gemeindeübergreifenden Lehrlingsausbildung in Kärnten entstanden. Das Konzept sieht vor, dass Lehrlinge bei den einzelnen Mitgliedsgemeinden des Verbundes angestellt und jeweils in den Verwaltungsstellen und Betrieben der Anstellungsgemeinde, aber auch den weiteren Mitgliedsgemeinden der Kooperation ausgebildet werden. Die Koordination, Beratung, Organisation der Ausbildungsabschnitte und die Überwachung des Ausbildungsfortschrittes liegt beim Projektleiter des Ausbildungsverbundes in der Lead-Gemeinde St. Veit ad Glan.

Der Ausbildungsverbund hat Vorteile für alle, insbesondere aber für die Jugendlichen, denen neue hochwertige Ausbildungsplätze geboten werden können:

  • Die Jugendlichen erhalten mehr fachliche Kompetenz durch das Kennenlernen unterschiedlicher Gemeinden und Betriebe. Gleichzeitig werden ihre interdisziplinären Fähigkeiten, ihre Flexibilität und ihre soziale Kompetenz durch die wechselnden personellen, räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen gefördert.
  • Die Gemeinden wiederum können ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung zur Ausbildung von Jugendlichen nachkommen, was sich dann auch positiv auf ihr Image auswirkt: „Wir bilden aus“.
  • Durch die Lehrlingsausbildung können die Gemeinden selbst Einfluss auf die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten ihrer zukünftigen MitarbeiterInnen nehmen.
  • Mit der interkommunalen Nutzung von Ausbildungskapazitäten können Lehrlinge kostengünstiger und besser ausgebildet werden.

Aktueller Stand - bisher erzielte Ergebnisse:

Derzeit werden 52 Lehrlinge im Verbund ausgebildet. Angestrebt wird letztlich, dass zusätzlich rund 100 Lehrlingsstellen in den Gemeinden geschaffen, bzw. auf Dauer gesichert werden können.

Organisationsform:

Einfaches schriftliches Kooperationsabkommen zwischen den beteiligten Gemeinden (informelle Kooperation).

Beteiligte Gemeinden / Institutionen:

St. Veit an der Glan (als Lead Partner) sowie 31 weitere Gemeinden, AKL Abteilung 3 –- Gemeinden

Finanzierung:

Das Land Kärnten fördert jeden zusätzlichen neuen Ausbildungsplatz mit EUR 5.000,-. Das Projekt erhält gegenwärtig einen Startzuschuss für die Dauer von ca. 2 Jahre.

Kontaktmöglichkeiten - weitere Informationen zum Projekt:

  • Stadtgemeinde St. Veit an der Glan
    Mag. (FH) Martin Klemenjak
    Rathaus - Hauptplatz 1, 9300 St. Veit an der Glan
    Telefon: 04212 5555-21,
    E-Mail: martin.klemenjak@ktn.gde.at
  • Amt der Kärntner Landesregierung / Abt. 3 Gemeinden
    Mag. Dr. Markus Matschek
    Viktringer Ring 15, 9020 Klagenfurt
    Telefon: 050536-30311

    E-Mail: markus.matschek@ktn.gv.at